Schweden, Sommer 2012 / Land

Über 3.200 km lang ist Schwedens Küste. Ein Ableger des Golfstroms wärmt die Südwestküste und prägt ihr mildes Klima. Das Meer zwischen Dänemark, Göteborg und der schwedischen Provinz Halland heißt Kattegatt. Hier liegt Halmstad.

Wie überall am Meer können die Sonnenuntergänge spektakulär schön sein:

Schwedens Südwestküste ist für ihre langen, feinkörnigen Sandstrände mit den herrlichen, strandhaferbewachsenen Dünen bekannt. Das Meer ist weit weniger salzig als etwa das Mittelmeer, der Salzgehalt dürfte in etwa jenem der menschlichen Tränenflüssigkeit entsprechen. Das hat den Vorteil, dass die Augen nicht brennen, wenn man sie beim Tauchen geöffnet lässt. Die Wassertemperatur bewegt sich auch im Hochsommer im eher erfrischenden Temperaturbereich. Verbringt man hier seine Sommer und spielt man von klein auf im Kattegatt, geht man auch als Erwachsene/r ohne mit der Wimper zu zucken bei 16°C schwimmen (aber das Wasser kann durchaus auch 20-22°C warm werden). Bei sonnigem Wetter sind die Strände voll, bei bedecktem Himmel hat man sie oft ganz für sich alleine. Heftige Winterstürme ordnen jedes Jahr die Dünenlandschaft neu.

Rund um Halmstad gibt es immer noch viele alte, rote Bauernhöfe:

Das Weideröschen ist eine für Süd- und Mittelschweden typische Sommerblume und färbt oft ganze Wiesen pinkfarben ein. Was hier im Hintergrund durchschimmert ist Halmstads Industriehafen:

Bei einem Spaziergang am Meer wie hier entlang des Prins Bertil-Weges wird man die ganze Zeit über von würzigen Gerüchen begleitet: Die salzige Meeresluft mischt sich mit dem Geruch von Muscheln und verrottendem Tang, Wacholderbüsche, Heidekraut und Kiefern geben ihre ätherischen Düfte ab, süßer Nektar von Geißblatt, Kartoffelrosen, Wiesenkerbel und zahlreichen anderen Blühpflanzen legt sich über den Geruch von sonnenwarmem Stein und trockenem Treibholz, und der Strandkohl riecht nach… Kohl.

…der Strandkohl mit seinen blaugrünen fleischigen Blättern riecht nicht nur nach Kohl, er schmeckt auch danach und ist ein historisches Gemüse. Außerdem zählt er zu den Halophyten, d.h. er kommt gut mit salzigen Böden zurecht.

Quasi ganz Schweden ruht auf während der Eiszeiten von Gletschern weich überformtem Gneis und Granit. Die Farben dieses Steines variieren je nach Gegend. Hier rund um Halmstad ist er hellrot, was besonders abends bei Sonnenuntergang zu schönen Farbspielen führt – die Felsenküste glüht dann geradezu.

Eine sehr widerstandsfähige Rosenart ist die Kartoffelrose (Rosa rugosa). Sie verträgt sogar Salzwasser und wächst, einmal verwurzelt, zwischen Dünen und Klippen zu großen Büschen heran:

Kaum ein Garten kommt ohne Lupinen und Akeleien aus: