Gabeln

50 verschiedene Gabeln drängeln sich gerade im Schaufenster und zeigen, was formal alles aus der Vorgabe ” drei bis vier Zinken, Griff” rauszuholen ist:

Schaufenster-2017-KW19-50-Gabeln

Monoblock-Varianten aus einem Edelstahlstück oder solche mit angesetzten Griffen, bei letzteren kamen Teak, Palisander oder Nylon zum Einsatz.

Messer und Löffel lagen bereits in der Auslage. Wie die anderen Teile eines Besteckmodell aussehen, wie also die Gesamtidee hinter einem Modell war, finden Sie hier und hier.

Esst mehr Salat!

Esst mehr Salat!

Fastenzeit hin oder her, bei designqvist geht es nun einmal vorwiegend um Tischkultur. Und dass etliche dieser Salatbestecke hervorragend als Vorlegebestecke für festere Speisen geeignet sind, wird hier gar nicht lange verschwiegen.

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Arne Jacobsens Hang zu Grünzeug

Arne Jacobsens Hang zu Grünzeug

Arne Jacobsens (1902-71, DK) Design ist für seine Schlichtheit bekannt, auch für die gelungene Verquickung von Funktionalität mit dem damals ganz neuen organischen Stil. Der Architekt begann seine Berufslaufbahn 1927 in einem Architekturbüro. Sein Schaffen wurde unterbrochen vom 2. Weltkrieg – Jacobsen war Jude und musste vor der deutschen Besatzung aus Dänemark fliehen. Die Meeresenge zwischen Dänemark und Schweden misst an der schmalsten Stelle nur 4 Kilometer, und so ruderte er 1943 über den Öresund nach Schweden.

Während seines etwa zweijährigen Aufenthalts in Schweden entwarf Jacobsen u.a. für die Textilabteilung des schwedischen Edelkaufhauses Nordiska Kompaniet (NK) 12 Dessins, die mehr oder weniger naturalistisch Pflanzen abbildeten. Sieht man sie zum ersten Mal, denkt man an Vieles, aber nicht an Jacobsen als den möglichen Urheber. Diese Stoffe sind sehr rar, einige kenne ich nur von Abbildungen, andere nicht einmal dem Namen nach. Vierzig Jahre danach legte das schwedische Stoffunternehmen Almedahls einige der Dessins in einer “Arne Jacobsen Collection 1983″ wieder auf, doch auch diese sind schwer zu bekommen – schließlich sind auch sie schon mehr als 30 Jahre alt.

Mittlerweile sind aber immerhin schon fünf der Dessins durch meine Hände gegangen, (leider nur) vier davon habe ich fotografisch festgehalten, und einige sind standesgemäß in der Textilsammlung des MAK (Museum für Angewandte Kunst Wien) untergekommen.
In diesem Blogpost in progress werden nach und nach alle Dessins zu sehen sein, derer ich habhaft werden kann.

Wie unerwartet grün und wuchernd und üppig Jacobsen also in seiner Stoffgestaltung sein konnte, wird wohl beim Anblick des Entwurfs Nässlor (Brennnesseln) sofort klar:

NK NASSLOR Arne Jacobsen_1

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Rasenstücke

Rasenstücke

Jeden Frühling gibt’s an dieser Stelle einen kleinen Ausflug ins (textile) Grüne, vor genau einem Jahr ging es um Grünzeug allgemein, heuer – frei nach Albrecht Dürer – um das Rasenstück…

Mit Rasen ist hier also nicht der gepflegte, kurz gehaltene und von allem, was nicht Gras ist befreite Rasen zu verstehen, sondern eine Wiese. Die voll mit dem ist, was oft als Unkraut bezeichnet wird. Wie etwa hier von Arne Jacobsen auf Stoff verewigt:

Frisch aus dem Norden eingelangt ist dieser historische Stoff aus den 1940er Jahren, den Arne Jacobsen (1902-1971, DK) für NK entwarf Weiterlesen

Klassiker bei Tisch: Bestecke aus Skandinavien

Form, Material, Größe, Umfang von Besteck sind abhängig von vielen Faktoren – Kulturkreis, Materialentwicklungen und -verfügbarkeit, etc. sind einige dieser Einflüsse (siehe dazu auch hier). Wie unterschiedlich aber Bestecke im Zeitraum der 1950er-60er alleine in Skandinavien und Finnland ausfielen, sehen Sie in diesem Blogeintrag – einem posting in progress – den ich sukzessive ergänzen werde.
Über österreichische Bestecke können Sie hier nachlesen, Allgemeines zu Bestecken erfahren Sie hier.


(Foto: Katharina Roßboth)

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