Die neue Linie im Textildesign

Die neue Linie im Textildesign

Um die vorige Jahrhundertmitte und nach der Materialknappheit der Kriegsjahre fuhr in die skandinavische Textilindustrie ein frischer Wind. Für die Entwurfstätigkeit wurden junge DesignerInnen engagiert, die weniger an dem anknüpften, was vor Kriegseinbruch im Textilbereich üblich gewesen war, sondern statt dessen Neues ausprobierten. Die Stoffe sollten zum neuen Möbel- und Baustil passen, der schon damals unter dem Begriff “Scandinavian Modern” populär war.

Ganz typisch für die 50er Jahre waren grafische Muster. Einigen sieht man die Nähe zur konstruktivistischen Kunst an. Weiterlesen

These pots are made for cooking, Vol. 3

These pots are made for cooking, Vol. 3

Stig Lindberg (1916-1982, S) begann 1935 sein Studium an der Technischen Universität in Stockholm (die spätere Universität für Kunst, Handwerk und Design, kurz Konstfack). Schon 1937 kam er das erste Mal als Praktikant an die Porzellanmanufaktur Gustavsberg. Von 1937-40 lernte Lindberg dort als Schüler bei Wilhelm Kåge (1889-1960), der seit 1917 die künstlerische Leitung bei Gustavsberg inne hatte. Zusammen gründeten die beiden Keramiker 1942 das Gustavsberg Studio, wo sie und weitere namhafte KeramikerInnen sehr frei experimentieren konnten. Eigentlich hatte Lindberg nach seinem ersten Praktikum einen Studienaufenthalt an der Wiener Kunstakademie geplant gehabt. Doch die Fabriksleitung von Gustavsberg erkannte sein Talent und bot ihm eine Anstellung samt Studien in Paris an. Lindberg nahm an und prägte Gustavsbergs Produktion über viele Jahre. Von 1949-57 und von 1972-80 war Stig Lindberg künstlerischer Leiter des Studios, dazwischen unterrichtete er an der Kunstuniversität in Stockholm.

Nicht nur der künstlerischen Keramik galt Lindbergs Interesse. Seine Ideen und Entwicklungen auf dem Gebiet der Gebrauchskeramik waren schier unerschöpflich. 1955 präsentierte er eine feuerfeste Serie namens Terma:

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Klassiker bei Tisch: Bestecke aus Skandinavien

Form, Material, Größe, Umfang von Besteck sind abhängig von vielen Faktoren – Kulturkreis, Materialentwicklungen und -verfügbarkeit, etc. sind einige dieser Einflüsse (siehe dazu auch hier). Wie unterschiedlich aber Bestecke im Zeitraum der 1950er-60er alleine in Skandinavien und Finnland ausfielen, sehen Sie in diesem Blogeintrag – einem posting in progress – den ich sukzessive ergänzen werde.
Über österreichische Bestecke können Sie hier nachlesen, Allgemeines zu Bestecken erfahren Sie hier.


(Foto: Katharina Roßboth)

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Teak & Keramik

Sture G. Olsson (1904-1991) war ein vielseitiger Unternehmer. Er führte die Gastwirtschaft “Tallhöjden” im schönen Simlångsdalen im südwestschwedischen Bezirk Halland, betrieb eine Möbelfabrik sowie ein Einrichtungshaus, ein Geschäft für Herrenbekleidung und er importierte Teakholz im großen Stil. Doch deswegen soll er hier nicht erwähnt werden, sondern wegen seiner Keramikmarke “Tallhöjdens Stengods”.

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These pots are made for cooking, Vol. 2

Die emaillierten Töpfe, Pfannen, Bräter und Kannen der Serie Købenstyle wurden 1954 vom dänischen Designer Jens Harald Quistgaard für Dansk Designs entwickelt. Weiterlesen